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WLAN

Haben Sie Ihr WLAN [ Wireless Local Area Network ] gesichert ????

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BGH

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden: Wer sein WLAN nicht schützt, kann für illegale Downloads anderer Nutzer haftbar gemacht werden! Wer jetzt zögert, riskiert unnötige Abmahnkosten. Mit diesen Tipps machen Sie Ihr WLAN sicher – und schützen Ihre Daten!

Wenn ein Dritter über den Zugang illegal Musiktitel herunterlädt, kann der Inhaber des Anschlusses zur Unterlassung verurteilt werden. Ein weitergehender Anspruch auf Schadenersatz bestehe jedoch nicht, entschied der BGH in einem am 12. Mai 2010 verkündeten Urteil. Positiv: Die höchsten deutschen Strafrichter limitieren die Kosten für eine solche Abmahnung auf 100 Euro, was zumindest das Interesse an massenhaften Abmahnungen gering halten dürfte.

Daten sicher im WLAN

Mehr als nur ein Rechtsproblem: Daten sicher im WLAN


Der neue WLAN-Router ist ausgepackt und ruck, zuck angeschlossen. Nur die Zugangsdaten für den Internetanbieter eintragen und schon sind PC, Notebook oder Spielkonsole im Netz. Doch Vorsicht: Bei aller Freude über das kabellose Surfvergnügen wird allzu oft die Sicherheit vergessen. Ein ungeschütztes WLAN-Funknetz bietet Nachbarn oder Datendieben problemlosen Zugang zu Ihrem Internetanschluss – und möglicherweise zu Informationen, die auf der Festplatte gespeichert sind.

Passwörter, Bankdaten, Liebesbriefe oder die Steuererklärung lassen sich somit von der Festplatte stehlen. Plötzlich ist das Konto leer geräumt oder Ihr Ebay-Name wurde für einen Betrug genutzt. Auch der heimliche Mitsurfer, der sein Notebook in der Wohnung über Ihnen mit dem WLAN-Netzwerk verbindet, kann Ihnen großen Ärger machen. Verbreitet der Nachbar zum Beispiel illegale Filme und Musik im Internet, tut er dies über Ihre IP-Adresse. Die ist mit einer Telefonnummer vergleichbar – die Polizei kann die Adresse mithilfe Ihres Internetanbieters zurückverfolgen. Obwohl Sie nichts mit der Tat zu tun haben, stehen Sie als vermeintlicher Raubkopierer dar.

Individuelle Einstellungen sind sicherer
Bleibt also nur, das Netzwerk zu schützen. Zwar bieten die meisten Hardware-Anbieter Installations-Assistenten an, um das WLAN abzuschotten, trotzdem sollten Sie wissen, welche Einstellungen erforderlich sind und was sie bewirken. Oft reichen schon kleine Änderungen, um Eindringlingen den Weg zu versperren. Setzen Sie etwa eine Verschlüsselung ein und ändern den Namen des Funknetzwerks, haben Datendiebe es erheblich schwerer, Passwörter oder Geheimnummern auszuspionieren. Die zehn wichtigsten Tipps, um Ihr WLAN sicher zu machen, finden Sie hier.

Die zehn wichtigsten WLAN-Tipps für mehr Sicherheit.

1. Das Funknetzwerk bei Nichtgebrauch abschalten

Es klingt simpel, ist aber enorm effektiv: Schalten Sie das Funknetzwerk bei Nichtgebrauch stets ab! Ein Funknetzwerk ist nur angreifbar, wenn es funkt. Da viele Router keine Ausschaltfunktion haben, müssen Sie den Stecker vom Gerät ziehen.


2. Verschlüsselung aktivieren

Aktivieren Sie stets die Verschlüsselung, um Ihr Funknetzwerk zu schützen. Ältere WLAN-Router arbeiten mit der sogenannten WEP-Verschlüsselung. Sicherer und längst bei neuen WLAN-Geräten Standard: WPA und WPA2.

Im Beispiel sehen Sie das Menü des WLAN-Routers D-Link DIR-635, bei dem die WPA-Verschlüsselung aktiviert wurde.


3. Namen des Funknetzwerks (SSID) ändern

Ändern Sie die sogenannte SSID; das ist die Kennung Ihres Funknetzwerks. Geben Sie als Namen am besten eine Kombination aus Zeichen und Buchstaben an. Durch die neue Namensgebung ist das WLAN-Netzwerk nicht direkt mit Ihnen als Person in Verbindung zu bringen.

Hintergrund: In der Regel müssen Sie den Namen bereits bei der ersten Einrichtung nennen. Ist anhand des Namens der verwendete Router oder der Hersteller ersichtlich, ist es leichter, in Ihr Funknetzwerk einzudringen, da bestimmte Standardeinstellungen leicht zu ermitteln sind.


4. Netzwerk unsichtbar machen

Schalten Sie die Übertragung des Funknetzwerknamens (die so­genannte SSID) ab. Dann wird das Funknetzwerk vor der Suchfunktion anderer WLAN-Karten „versteckt“.

Wichtig
Zum Anmelden an Ihrem Funknetz muss man die SSID kennen und in der richtigen Schreibweise eingeben. Sonst gelangen auch Sie nicht ins Funknetzwerk.


5. WLAN-Router durch Kennwortvergabe sichern

Schützen Sie Ihren Router durch Kennwortvergabe. Selbst wenn jemand den Weg in Ihr WLAN-Netz findet, kann er in dem Fall keine Router-Einstellungen ändern.


6. Sichere Passwörter erzeugen

Sichern Sie WLAN-Geräte nur mit komplizierten und damit sichereren Passwörtern. Nutzen Sie einen Passwort-Generator.


7. Feste IP-Adressen vergeben

Vergeben Sie am besten nur feste IP-Adressen: Schalten Sie den DHCP-Server im Router ab. Es ist dadurch schwieriger, von fremden Computern ins Netzwerk zu gelangen. Sobald Sie die DHCP-Server-Funktion abgeschaltet haben, müssen die Computer im Netzwerk über feste IPs verfügen. Unter Start, Systemsteuerung, Netzwerk- und Internetverbindungen, Netzwerkverbindungen finden Sie Ihre Netzwerkkarte. Mit Rechtsklick auf Eigenschaften und Auswahl Eigenschaften von Internetprotokoll (TCP/IP) erreichen Sie die notwendigen Einstellungen.

Wichtig
Achten Sie darauf, dass sich Router und Computer im gleichen Adressraum befinden! Lesen Sie im folgenden Schritt, was dabei zu beachten ist.


8. Keine Standard-IP-Adressen verwenden

Sobald Sie den DHCP-Server im WLAN-Router abschalten, müssen bei Ihren Computern feste IPs eingetragen werden. Verwenden Sie keine Standard-IP-Adressen wie 192.168.0.1. Nutzen Sie besser Adressen wie 192.168.11.25. Die ersten Stellen 192.168. sind nicht veränderbar. Tragen Sie zusätztlich bei Subnetzmaske 255.255.255.0 ein. Bei Standardgateway können Sie die IP-Adresse des Routers eintragen. In vielen Fällen ist das aber nicht notwendig.

Wichtig
Sie dürfen nur die letzten beiden Stellen der IP-Adresse ändern. Achten Sie darauf, dass sich Router und Computer im gleichen Adressraum befinden. Hat Ihr WLAN-Router die Adresse 192.168.88.1, dann dürfen Sie Adressen von PC oder Notebook nur an der letzten Stelle ändern, etwa 192.168.88.11.


9. Mac-Filter aktivieren

Viele Router sind so einstellbar, dass sich nur bestimmte Geräte im Netzwerk anmelden können. Jede Netzwerkkarte eines PCs oder Notebooks hat eine unverwechselbare Kennung, die Mac-Adresse. Diese wird pro Karte weltweit nur einmal vergeben.

Wichtig
Schauen Sie ins Handbuch Ihres Routers, wie Sie die Mac-Adressen Ihrer Geräte finden und im Routermenü eingeben.


10. Datei- und Druckerfreigabe abschalten

Bei Ihnen sind mehrere Computer in einem Netzwerk zusammengeschlossen und Sie nutzen die Datei- und Druckerfreigabe? Falls nicht, können Sie die Funktion und den dafür notwendigen Windows-Server-Dienst abschalten. Bei Deaktivierung der Funktion ist es für Eindringlinge schwieriger, Dateien auf Ihrem Computer aufzuspüren und zu verändern.

Nachteil: Sie können im Netzwerk Dateien oder Ordner nicht mehr freigeben und gemeinsam nur einen Drucker nutzen.

Wenn ein Dritter über den Zugang illegal Musiktitel herunterlädt, kann der Inhaber des Anschlusses zur Unterlassung verurteilt werden. Ein weitergehender Anspruch auf Schadenersatz bestehe jedoch nicht, entschied der BGH in einem am 12. Mai 2010 verkündeten Urteil. Positiv: Die höchsten deutschen Strafrichter limitieren die Kosten für eine solche Abmahnung auf 100 Euro, was zumindest das Interesse an massenhaften Abmahnungen gering halten dürfte.